chemisch Nickel

Bei der chem. Vernickelung wird das zur Metallabscheidung notwendige elektrochemische Potential von einem Reduktionsmittel geliefert. Man spricht deshalb veraltet auch von einer "außenstromlosen Vernicklung".
Der Hauptanteil der Elektolyte arbeitet mit Natriumhypophospit.

Es werden dabei Nickelphosphorlegierungsschichten von 2 -14 % P abgeschieden. Die Höhe des Phosphoranteiles bestimmt im wesentlichen die Eigenschaften der Schicht.
Das von uns eingesetzte Verfahren ist eine Eigenentwickung und erlaubt es sehr wirtschaftlich hochkorrosionsfeste Nickelschichten mit einem Phosphoranteil von 11 - 14 % abzuscheiden.
Ein wesentlicher Vorteil dieser chemischen Verfahren ist es komplexe geometrische Formen allseitig gleichmäßig konturentreu zu beschichten. Außerdem sind die Schichten durch eine Wärmebehandlung bis auf 1100 HV 0,1 aushärtbar. Weitere Informationen finden Sie unter Eigenschaften.

In der DIN EN ISO 4527 sind die Eigenschaften und Korrosionsbeanspruchungsklassen von chemisch abgeschiedenen Nickelphosphorlegierungsschichten normiert. Wir empfehlen jedem Konstrukteur oder Anwender diese unbedingt zu lesen.

 

Der Vollständigkeit halber sei noch folgendes aufgeführt:
Es gibt dazu noch weitere chemische Vernickelverfahren, die mit Hydrazin- oder Borverbindungen als Reduktionsmittel arbeiten. Diese Schichten haben dann grundsätzlich andere Eigenschaften und werden nur für Sondereinsatzzwecke (z.B. Blasformen für die Glasindustrie) eingesetzt.